Mittwoch, 11. März 2015
Wie uns unser eigener Staat schröpft
Heute: Strom
Blickt man auf die aktuelle Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, so wird schnell klar: Auch in diesem Jahr ist der Strompreis auf ein Rekordhoch gestiegen. Da freut sich Vater Staat, schließlich bekommt er rund 52 Prozent davon. Umso verständlicher ist es, dass es natürlich kein Interesse daran gibt, den Strompreis zu senken. Das wäre auch schön blöd, schließlich beträgt der deutsche Stromsteuersatz mehr als das 20-fache als der EU-Mindeststeuersatz.
Sieben Milliarden Euro bekommt der Staat an Stromsteuer allein aus den privaten Haushalten. Über die Industrie und deren starke Lobby, die es immer wieder schafft, Sonderregelungen bei den Politikern zu erkaufen, wollen wir gar nicht reden. Das verärgert nur noch mehr.
Die Stromsteuer wurde am 1. April 1999 eingeführt. Sie war alles andere als ein Aprilscherz und darüber lachen konnte Otto Normalbürger nicht. Auch wenn die Politik ihre Schröpfungsmethoden immer bestens zu verkaufen weiß. Die Energie, so die Begründung, sollte durch die höhere Besteuerung verteuert werden. Als Wiedergutmachung wurde über eine Entlastung der Beitragszahler in der Sozialversicherung versucht, die Lohnnebenkosten zu senken.
Zusammen mit der Erhöhung der Mineralölsteuer war die Stromsteuer der Einstieg in die ökologische Steuerreform. Energie sollte teuerer werden, Arbeit dafür billiger. Anders ausgedrückt: Damit die Arbeit im Lande billiger werden konnte, wurden die Arbeitnehmerüberlassungen geschützt und damit Tarifverträge umgangen. Die Sklaven von heute, deren Gehalt zum Teil aus Hartz-IV-Mittel aufgestockt wird, damit es zum Überleben reicht, mussten von nun an auch noch mehr fürs Tanken und für den Strom bezahlen. Danke schön, Vater Staat.
Ganz clever von unserem Staatsfeind Nr. 1 – dem Staat an sich nämlich – war, dass man im Stromsteuergesetz auch noch gleich die Selbstversorgung besteuert hat. Wenn ein Eigenerzeuger Strom zum Selbstverbrauch aus seiner eigenen Stromerzeugungsanlage entnimmt, hält Vater Staat sein Steuerhändchen auf. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee, dass Bürger, die einen Garten haben, bei der Entnahme ihrer eigens angebauten Kartoffeln, sieben Prozent Mehrwertsteuer an den Staat zahlen müssen …
Apropos Lebensmittel … Diese Frage können wir uns doch einmal stellen: Strom ist in unserer Gesellschaft ein lebensnotwendiges Gut. Also wie die Lebensmittel. Warum gilt dann für den Strom der Umsatzsteuersatz von 19 und nicht von sieben Prozent?
Mittwoch, 14. Januar 2015
Montag, 6. Oktober 2014
Die bösen Russen und die guten Amis ...
Geahnt werden es wohl viele haben, die Außenpolitik der USA in den vergangenen Monaten zeigt immer deutlicher, dass Obama und seine Lakaien nur aus rein politischen Interessen Weltpolizei spielen. Die Wirtschaft ist am Boden, das Interesse an einem Krieg wächst. Also werden in diesen Tagen fleißig Konflikte in aller Welt geschürt. Man kämpft gegen den Islamischen Staat, der immer mal wieder einen Diplomaten oder Journalisten der westlichen Welt köpft. Seltsam, dass diese bösen Islamisten noch nicht auf die Idee gekommen sind, die abgetrennten Köpfe per Post an die entsprechenden Regierungen zu schicken. So hat man das im Mittelalter mit seinen Feinden gemacht. Egal - schlimm genug, falls es tatsächlich so sein sollte, was auch noch niemand so genau weiß. Krisen gibt es im Nahen Osten, wo sich Menschen um Land streiten, das den einen gehört und die anderen glauben, dass es ihnen zustehe und natürlich in der Ukraine, wo die Asobörus (ach so bösen Russen) eine Halbinsel besetzt halten, deren Bevölkerung das sogar möchte. Dumm nur, dass es der EU und im speziellen der NATO ganz und gar nicht passt, dass Russland über seine eigene Bevölkerung die Oberhand behalten möchte. Man ist doch viel lieber näher dran...an - tja, woran? An den Rohstoffen, dem Feind? Denn schließlich bleiben den Amis nicht mehr viele Feinde. Die ehemaligen sind mittlerweile fast alle Verbündete. Der Rest besteht nun nur noch aus China und Russland. Nordkorea würde auch noch ganz gut passen, aber da gibt es ja nichts zu holen.
Vorzeige-Mono-Imperialisten: USA
Die USA indes versuchen mit durchschaubaren Tricks ihre monoimperialistischen Interessen an Territorium und Rohstoffen zu sichern. Notfalls - und aus wirtschaftlichen Interessen - auch gerne mit Krieg. Schließlich bringt das die Wirtschaft auf Vordermann und den Schaden bezahlen sowieso die NATO-Mitgliedsstaaten.
Dass Deutschland bei diesem verächtlichen Spiel der Möchte-Gern-Götter mitspielt hat auch seinen guten Grund. Auch die deutsche Wirtschaft verdient gut am Krieg und an den Waffen. Die Auftragslage in der Industrie Deutschlands ist im August 2014 so stark wie noch nie eingebrochen. Ein Minus von 5,7 Prozent. Da wundert es nicht, dass Selbstverteidigungsministerin Ursula von der Leyen den maroden Zustand der Bundeswehr beklagt. Lasst uns doch alles neu kaufen - das bringt die Wirtschaft wieder auf Touren.
Die gekauften Medien
Und den Medien fällt das nicht auf? Nein, darf es auch nicht. Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird zwischenzeitlich eine antirussische Berichterstattung vorgeworfen und alles, was irgendwie Amerika-kritisch ist, wird entfernt. Gut, dass das Internet so wenig vergisst. So können auch gut gemachte Dokumentationen über die hetzerische amerikanische Weltpolitik noch gesehen werden, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus politischen Gründen aus ihrer Mediathek entfernt hat. Hier ist so ein schönes Beispiel:
Wann wachen wir denn endlich auf? Lasst uns mit Mistgabeln gegen Berlin ziehen und dem Irrsinn endlich ein Ende bereiten. Nicht, dass unsere Enkel uns irgendwann fragen, warum wir nichts getan haben.....
Vorzeige-Mono-Imperialisten: USA
Die USA indes versuchen mit durchschaubaren Tricks ihre monoimperialistischen Interessen an Territorium und Rohstoffen zu sichern. Notfalls - und aus wirtschaftlichen Interessen - auch gerne mit Krieg. Schließlich bringt das die Wirtschaft auf Vordermann und den Schaden bezahlen sowieso die NATO-Mitgliedsstaaten.
Dass Deutschland bei diesem verächtlichen Spiel der Möchte-Gern-Götter mitspielt hat auch seinen guten Grund. Auch die deutsche Wirtschaft verdient gut am Krieg und an den Waffen. Die Auftragslage in der Industrie Deutschlands ist im August 2014 so stark wie noch nie eingebrochen. Ein Minus von 5,7 Prozent. Da wundert es nicht, dass Selbstverteidigungsministerin Ursula von der Leyen den maroden Zustand der Bundeswehr beklagt. Lasst uns doch alles neu kaufen - das bringt die Wirtschaft wieder auf Touren.
Die gekauften Medien
Und den Medien fällt das nicht auf? Nein, darf es auch nicht. Dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird zwischenzeitlich eine antirussische Berichterstattung vorgeworfen und alles, was irgendwie Amerika-kritisch ist, wird entfernt. Gut, dass das Internet so wenig vergisst. So können auch gut gemachte Dokumentationen über die hetzerische amerikanische Weltpolitik noch gesehen werden, die das öffentlich-rechtliche Fernsehen aus politischen Gründen aus ihrer Mediathek entfernt hat. Hier ist so ein schönes Beispiel:
Wann wachen wir denn endlich auf? Lasst uns mit Mistgabeln gegen Berlin ziehen und dem Irrsinn endlich ein Ende bereiten. Nicht, dass unsere Enkel uns irgendwann fragen, warum wir nichts getan haben.....
Mittwoch, 3. September 2014
Überwachung in Ihrem Geldbeutel - Was Bargeld über Sie verrät
Glauben Sie auch der Überwachung durch stasiähnliche
Überwachungsorganisationen wie z. B. der NSA dadurch zu entkommen, dass Sie
sich auf alte Kommunikations- und Zahlungsmittel besinnen? Das heißt: Brief
statt E-Mail und Bargeld statt Überweisung. Was aber nicht einmal die
Datenschutzbeauftragten wissen: Anhand der Geldscheine kann man mittlerweile
genau belegen, wann Sie was und an wen bezahlt haben? Klingt unglaublich? Ist
es auch – aber leider wahr.
Schon im Jahr 2008 wurde unter der
Patentveröffentlichungsnummer DE
102007014176 A1 das System und Verfahren zur Handhabung von
Bargeldlogistikprozessen eingetragen. Hersteller und Patentinhaber ist die
börsennotierte Wincor Nixdorf AG in Paderborn. Sinn und Zweck dieses Patents
ist es, die Bewegungen von Geldscheinen lückenlos nachzuvollziehen. In
Geldkassetten, bei Supermarktkassen, Banken und Geldautomaten wird damit automatisch
die Seriennummer eines jeden Geldscheins erfasst. Der – zumindest – offizielle
Hintergrund dieser Ausspähmaßnahme ist, Strafdelikte, die im Zusammenhang mit
Bargeld zu tun haben, besser aufklären zu können. Durch die Verfolgung der
Geldscheine werde die Strafverfolgung erleichtert. Übrigens die NSA erfasst
Ihre Daten auch nur aus Vorsicht vor Ihren Terrorangriffen.
Die Nachverfolgung von Geldscheinen kann jedem, der
sich nicht systemgerecht verhält, sehr schnell zum Verhängnis werden. Ein
fiktives Beispiel: Sie holen vom Geldautomaten hundert Euro ab, gehen damit in
die Buchhandlung und kaufen ein systemkritisches oder revolutionäres Werk. Der
Buchhändler bringt abends den
Kasseninhalt zur Bank. Mit Ihrem Geldschein. Die Nachverfolgung sieht nun so
aus: Der Schein, der zunächst der Bank zugeordnet war, geht an Sie. Das sieht
man anhand der Abbuchung auf Ihrem Konto. Dann wird der Schein dem Buchhändler
zugeordnet, das bedeutet, dass Sie dort etwas gekauft haben. Über den von der
Kasse eingescannten Barcode lässt sich sehr einfach herausfinden, was Sie
gekauft haben. Schon hätten gewissen Firmen und Behörden Sie als „Staatsfeind“
enttarnt. Sie sehen: Beim Bargeldumlauf gibt es die Möglichkeit der totalen
Kontrolle. Ob diese tatsächlich angewandt wird, steht offen. Denkbar wäre es
aber, denn die Überwachung von Privatpersonen passiert laufend und überall. Von
der E-Card über Überwachungskameras mit Gesichtsscanner an öffentlichen
Plätzen, Flughäfen usw. bis zu KFZ-Ortungsgeräten, die das Bewegungsprofil einer
Person lückenlos nachweisen können.
Nun, ich weiß, das Bundesdatenschutzgesetz schützt
uns doch vor solchen Eingriffen in das Privatleben. Bestimmt. Oder? Oder nicht?
Sehen Sie, es geht nicht darum alle Daten aller Menschen zu erfassen. Aber wenn
heute jemand gezielt aus dem „Verkehr“ gezogen werden soll, oder er dringend
einer „Systemformatierung“ unterzogen werden muss (wie unser fiktiver
Buchkäufer) so könnte man dies durch die digitalen Datenspuren, die dieser
Mensch in seinem Privatleben hinterlässt, sehr einfach gestalten. Und dann
könnte ein Assimilationsmonolog so klingen: Wenn
sie nicht mitspielen, dann lassen wir ein paar Daten ihres Privatlebens
durchsickern. Ein Shitstorm wird ihren E-Mail-Account lahm legen, ihr Vermieter
wird ihnen kündigen, die Kinder werden in der Schule gemobbt und ihren Job sind
sie dann sowieso los. Ach ja und das Finanzamt könnte dann auch noch ein
Hühnchen mit ihnen rupfen wollen. Sie könnten sich natürlich auch kooperativ
zeigen und wir vergessen die Daten.
Sie sehen, das Bezahlen mit Bargeld ist auch keine
bessere Alternative als das online-Banking, wenn es um Nachverfolgung geht. Am
sichersten wäre man vielleicht noch, wenn man vor dem Kauf gewisser Artikel
sein Bargeld in der Schweiz in Franken tauscht und die Franken dann in
Österreich wieder in Euroscheine. Abgesehen von möglichen Kursverlusten wäre
dies ja schon eine Geld-„Vorwäsche“, die zumindest manche Behörden ganz schön
verärgern könnte.
EU verbietet Staubsauger ab 900 Watt – immer mehr Unternehmen zahlen keine EEG-Umlage
![]() |
| Staubsauger von 1906 |
Seit dem 1. September 2014 weist ein neues Kennzeichen
beim Staubsauger-Kauf auf den Energieverbrauch hin. Das hat seinen Grund, denn
die EU-Ökodesign-Richtlinie sieht vor, dass die Leistung von neuen Staubsaugern
seit September nicht mehr als 1.600 Watt betragen darf. Bis zum Jahr 2017 soll
die Höchstleistung der Staubfresser auf 900 Watt gedrosselt werden. Solange die
Hersteller es schaffen, die Saugleistung anzupassen, ist das kein Problem. Der durchschnittliche
Milbenvampir der deutschen Hausmänner und –frauen hat aktuell 1.800 Watt
Leistung. Das ist zuviel, sagt die EU, denn schließlich gilt es in der Zukunft
Energie zu sparen, wo es nur geht. Und da kommt der Bürger gerade recht. Allein
in über 40 Millionen Haushalten in Deutschland wird beinahe täglich Staub
gesaugt. Das heißt, der Verbrauch für „Saugstrom“ in deutschen Privathaushalten
wird sich bis 2017 halbieren. Vorausgesetzt natürlich, alle würden sich ein
neues Gerät kaufen. Auch muss sich selbstverständlich die Saugleistung
entsprechend erhöhen, sonst saugen die Deutschen mit ihren gedrosselten Saugern
länger und die erhoffte Energieersparnis bleibt aus.
An und für sich eine schöne Sache, aber eben nur eine
Seite der Medaille. Denn während die Eurobürokraten sich immer neue
Energiegängelungen für Otto Mustermann und seine Frau ausdenken wird die Liste
der Unternehmen, die vom Ökostrom-Rabatt profitieren immer länger. (Diese Firmen profitieren vom
Ökostrom-Rabatt: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/eeg-umlage-diese-firmen-profitieren-vom-oekostrom-rabatt-1.1886240)
Diese „stromintensiven“ Betriebe kommen vor allem in
der Lebensmittelindustrie und der Aluminiumindustrie vor. Die Herstellung von
Aluminium ist extrem energieintensiv und deutsche Hersteller müssen auf dem
weltweiten Markt natürlich auch mit den Preisen der chinesischen Hersteller
mithalten können. Wenn man nun aber weiß, dass die Stromkosten im Durchschnitt
nur 1,6 % des Umsatzes ausmachen und die Vielzahl der Betriebe keinem
internationalen Wettbewerb ausgesetzt sind, mutet die Befreiung der EEG-Umlage
als eine Frechheit gegenüber dem Bürger an. Die Kosten für die Ökostromumlage
könnten diese Betriebe also spielend an ihre Kunden weiter geben. Auch 72
Firmen, die im Nah- und Fernverkehr tätig sind, sind von der Umlage befreit.
Wahrscheinlich hat man Angst, dass beispielsweise die Münchner Stadtwerke nach
China abwandern könnten, wenn sie zuviel für den Strom ihrer U- und S-Bahnen
bezahlen müssten.
Dass die EEG-Ausnahmen besonders in Deutschland
zunehmen, hat mittlerweile auch die EU mitbekommen und ein Beihilfeverfahren
gegen Deutschland eingeleitet. Das Argument: Wettbewerbsverzerrung in Europa.
Deutschland wehrt sich. Und das Verfahren dauert. Währenddessen ärgern sich die
Bürger über die hohen Strompreise, die sie – auch dank der vielen befreiten
Betriebe – zahlen müssen und hoffen, dass ihr alter Staubsauger noch lange
durchhält.
Donnerstag, 21. August 2014
Wenn der Esel schreit: Keine Angst vor der angedrohten Vollstreckung des Rundfunkbeitrags
![]() |
| (c) by Carsten Thilo Raab |
Schon der römisch-deutsche Kaiser Friedrich II. von
Staufen (1194-1250) sagte: „Drohlärm ist Eselsgeschrei“. Dass dem wirklich so
ist, bestätigte das Landgericht in Tübingen im Mai dieses Jahres. Ein Untertan
des öffentlich-rechtlichen Rundfunkreichs in Deutschland hatte seine TV-Zwangssteuer
nicht bezahlt. Deshalb schickten ihm die Vollstrecker ein gar unfreundliches
Schreiben ins Haus. Sie drohten – ähnlich wie zur Zeit Friedrichs des Staufers
– mit Wohnungszwangsöffnung, Sach- und
Lohnpfändung, Kontopfändung und Erzwingungshaft. Doch der vermeintliche
Schuldner blieb säumig und beschwerte sich vor dem Landgericht Tübingen. Dort entpuppten
sich die Drohgebärden dann tatsächlich nur als „Eselsgeschrei“. Die Richter
stellten fest, dass dieser Vollstreckungsversuch unwirksam ist, da er nicht
ausreichend begründet wurde und jede Menge Formfehler aufwies.
Da man davon ausgehen kann, dass Eselsgeschrei
bundesweit sehr ähnlich klingt, sollte die Vorgehensweise, wie man den Esel zur
Ruhe bringt, auch bundesweit funktionieren.
Wenn Sie diese Blogseite regelmäßig besuchen, so
wissen Sie, dass ich ein Gegner der TV-Zwangssteuer bin. Umso mehr freut mich
dieses Urteil des Landgerichts Tübingen. Denn die Art und Weise, wie versucht
wird, dieses Geld einzutreiben, ist teilweise mittelalterlich. Nicht selten
klingeln die Geldeintreiber an den Haustüren und weisen im militärischen
Befehlston auf die ausstehenden Zahlungen hin; versehen mit dem rechtlich nicht
haltbaren Hinweis, dass es sich beim neuen Rundfunkbeitrag um eine
Demokratieabgabe handelt, die einfach „mal jeder zahlen muss“. Auch der
Schriftverkehr entbehrt jeglicher Moral, wenn von einer polizeilichen
Zwangsöffnung der Wohnung oder einer Erzwingungshaft zu lesen ist.
Offen bleibt auch nach wie vor die Frage, was mit dem
vielen Geld für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geschieht. Wir sprechen
hier immerhin von einem Jahresbudget von 8 Milliarden Euro. Wohin das Geld
wirklich fließt, weiß die Öffentlichkeit nicht. Dass bei sportlichen Großveranstaltungen
stets mehr öffentlich-rechtliche Mitarbeiter als Athleten an den schönen
Plätzen dieser Welt auf unsere Kosten verweilen ist kein Geheimnis. Was aber
immer noch viel zu wenig Menschen wissen: Auch die „seriösen“
Nachrichtensendungen, die in allen politischen Brennpunkten dieser Welt
gutbezahlte Korrespondenten sitzen haben, präsentieren uns oft Material aus dem
Internet. Manchmal sehen wir Bilder und Videos, die weder aus dem
entsprechenden Gebiet, noch vom genannten Zeitpunkt stammen. Ein hervorragendes
Beispiel (auch wenn es schon aus dem Jahr 2011 stammt) ist der
Korrespondentenbericht eines ZDF-Mitarbeiters im dortigen Morgenmagazin, der
sich auf Videobeweise stützt, die ihm in Syrien über verschlungene Kanäle
zugespielt worden sind. Dass das gezeigte Videomaterial bereits 2007 im Irak
entstanden ist, scheint für das „journalistisch korrekte Magazin“ keine Rolle
gespielt zu haben. Natürlich kann man mit der entfremdeten Verwendung von
Bildern und Videomaterial auch hervorragend Meinung machen. Das Handwerk der
Meinungsmache, damals noch Propaganda genannt, verstanden schon die Macher der
Wochenschau im Dritten Reich sehr gut.
Derartige Beispiele gibt es viele. Und manchmal auch
Stellungnahmen der Verantwortlichen. Dort wird auch zugegeben, dass man aus
sozialen Netzwerken Material nach sorgfältiger Prüfung (!) verwendet. Dafür
gibt es bei der ARD eine eigene Einrichtung, das Content Center. Ob die Prüfung
derartigen Materials tatsächlich sorgfältig ist? Noch ein Beispiel:
Und damit zurück zum Beitragsservice. Da die
Vollstreckungsversuche offensichtlich mit der gleichen Sorgfalt vorbereitet
werden, wie die meinungsmachenden und politisch gesteuerten Beiträge aus den
Krisengebieten, können Sie sich ganz ruhig zurücklehnen und an das kaiserliche
Eingangszitat denken. Wenn also auch Sie sich vom Eselsgeschrei belästigt
fühlen, wenden Sie sich einfach an einen Anwalt, ... der was kann halt...
Mittwoch, 20. August 2014
Die GEZ-Banditen: So betrügen die Öffentlich-Rechtlichen mit unserem Geld
Der Skandal um die sogenannten Ranking-Sendungen, wie
bei „Deutschlands Beste!“ (Anfang Juli, ZDF) des öffentlich-rechtlichen
Rundfunks weitet sich aus. Neben der Frage, wen derartige
Unterhaltungssendungen mit dem „demokratisch ermittelten Mehrheitsgeschmack“
unterhalten, müssen sich die Verantwortlichen den berechtigten Vorwurf gefallen
lassen: Ihr betrügt uns mit unserem Geld!
Die Liste mit den öffentlich-rechtlichen
Betrügern wird länger
Für „Deutschlands Beste!“ bezahlten wir neben der Idee,
Planung, Redaktion, Produktion, Moderation usw. und den dazugehörenden Rechten,
auch eine Forsa-Umfrage, die das ZDF eigens für diese Sendung in Auftrag
gegeben hat. Dazu kommen eine „Hörzu“-Umfrage und ein Netz-Voting. Alles nur,
um ein repräsentatives Zuschauerergebnis zu bekommen, das dann nach Gutdünken der
„Meinungsmacher“ verändert wird. Der Ranking-Skandal im Fernsehen ist weder
neu, noch ein Einzelfall. Wie sich herausgestellt hat, hatten sich in der
Vergangenheit auch andere öffentlich-rechtlichen Sender schon öfter
„verranked“. Der Hessische Rundfunk hat zwischen 2011 und 2014 bei drei Votings
in die Reihenfolge eingegriffen, der WDR bei zehn von insgesamt 111 Sendungen.
Der RBB bei zwei und auch der NDR gaben zu, einzelne Ergebnisse verändert zu
haben.
Betrug nur in Unterhaltungssendungen?
Auch wenn es in der Sendung „Deutschlands Beste!“ nur
um Unterhaltung ging. Die TV-Zwangssteuer, die wir bezahlen müssen, kann man
auch als Vertrauensvorschuss betrachten. Wenn wir zahlen müssen, müssen die
Öffentlich-Rechtlichen auch vertrauensvoll und redlich mit unserem Geld
umgehen. Können wir aber sicher sein, dass dieser Betrug nur bei Ranking-Shows
stattfindet?
Gedankenspiele jenseits des Rechts
Lassen wir nun einmal die rechtlichen Gegebenheiten
rund um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beiseite und stellen uns ein paar
ganz einfache Fragen.
Gälten für die Öffentlich-Rechtlichen nicht die
Bestimmungen aus dem Rundfunkgesetz und dem Rundfunkstaatsvertrag, könnte man
deren Dienstleistung unter dem Fernabsatzrecht betrachten. Dieses im BGB
geregelte Recht befasst sich auch mit dem Vertrieb von Dienstleistungen von
Unternehmen an Verbraucher, ohne direkten Kontakt zwischen ihnen. Bei Fernabsatzverträgen
steht dem Verbraucher grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu. Laienhaft
ausgedrückt: Wenn ARD, ZDF oder ein anderer öffentlich-rechtlicher Sender Ihnen
ungefragt eine „Ware“ in den Fernseher schicken und Ihnen das nicht gefällt,
brauchen Sie auch nicht bezahlen (Dumm nur, dass man die TV-Zwangssteuer im
Voraus zahlen muss). Auch die Kosten für das „Senden“ könnten Ihnen nicht
auferlegt werden. Der BGH folgte schon im Juli 2010 der Empfehlung des
Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH), dass die Auferlegung der
Hinsendekosten dem Ziel der Fernabsatzrichtlinie widerspricht. „Hinsendekosten“
sind demnach vom Verkäufer zu tragen.
Ich weiß, man kann die Öffentlich-Rechtlichen nicht
einfach mit dem Versandhandel vergleichen. Aber warum nicht einmal anders
herum? Stellen Sie sich vor, Sie bekommen von Qualle oder Nickelmann ein Paket,
das Sie gar nicht bestellt haben. Darin sind Sachen, die Sie gar nicht wollen.
Die dürfen Sie aber nicht zurückschicken. Die müssen Sie nur bezahlen. Was
würden Sie mit dem Paket wohl machen? Richtig! Ab in die Tonne!
Dienstag, 8. Juli 2014
Politiker müsste man werden ...
Die schlimmste Art der Ungerechtigkeit ist die vorgespielte
Gerechtigkeit
Der das gesagt hat, war kein anderer als Platon, der
Begründer der abendländischen Philosophie. Wollen wir uns das oben genannte
Zitat noch einmal verdeutlichen: Wenn jemand vorspielt gerecht zu sein, ist er
am ungerechtesten. Einer, der Hartz-IV-Empfängern stolz verkündet, dass der
Regelsatz um 2,27 Prozent steigt, oder einer, der dem fleißigen Arbeiter einen
Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde garantiert, selbst aber auf Steuerkosten
in Saus und Braus lebt ist – nach Platons Definition – die Ungerechtigkeit in
Person. Und damit sind wir schon beim heutigen Thema.
So
finanzieren sich die Bundestagsabgeordneten
Zunächst wollen wir einmal festhalten, dass die
Bundestagsabgeordneten Volksvertreter sind. Mehr oder weniger gewählt. Sie
werden vom Bund aus Steuermitteln bezahlt und sind daher de facto unsere
Angestellten. Oder: Das Volk ist der Arbeitgeber der Politiker. Nun
unterscheidet aber eine ärgerliche Tatsache dieses Verhältnis von Arbeitgeber
und Arbeitnehmer zu allen anderen. In diesem Fall bestimmt nämlich der
Arbeitnehmer sein Gehalt. Und er muss seinen Arbeitgeber noch nicht einmal
fragen – er tut es einfach. Neben der regulären Entschädigung (schönes Wort im
Zusammenhang mit Politikern) gibt es für die Volksvertreter eine ansehnliche
Anzahl von versteckten Nebenleistungen. Damit sind nun nicht irgendwelche zusätzlichen
Vorstandsposten oder andere gut bezahlte Vorträge in der Wirtschaft gemeint.
Nein, es geht um die ganz legalen illegalen Nebeneinkünfte.
Wir beginnen bei der zu versteuernden Diät, die
aktuell 8.252 Euro im Monat für einen Bundestagsabgeordneten beträgt. Das ist
das „Grundgehalt“, das wir alle für unsere Volksvertreter bezahlen.
Nach
der Diät kommt die Kostenpauschale
Jedes Jahr – und ganz automatisch – steigt die
Kostenpauschale für Abgeordnete. Die ist natürlich steuerfrei und beträgt
derzeit 4.204 Euro im Monat. Damit sollen die Kosten im Wahlkreis, die
Mehraufwendungen am Sitz des Parlaments und die Kosten für Repräsentation
gedeckt werden. Die tatsächlichen Ausgaben spielen hier keine Rolle, sie müssen
also nicht belegt werden, schließlich handelt es sich um eine Pauschale. Das
ist besonders gut für Politiker, die in Berlin wohnen. Die brauchen keinen Zweitwohnsitz
und bekommen so im Jahr 50.448 Euro extra! Steuerfrei, wie bereits erwähnt.
Dafür bezahlen wir Steuerzahler, die selbst ihre beruflichen Aufwendungen in
der Steuererklärung nur zu einem geringen Teil zurückbekommen und erst nach
hohen bürokratischen Hürden beim Finanzamt.
Nach
der Kostenpauschale kommt die Büroausstattung
Bundestagsabgeordnete haben einen Anspruch auf ein
Büro am Sitz des Bundestages, also in Berlin. Die Büros müssen zurzeit
mindestens 54 Quadratmeter haben, dazu gehören auch das Mobiliar (das übrigens
nicht von IKEA stammt) und die Kommunikationsgeräte für sich selbst und die
Mitarbeiter.
Nach
der Büroausstattung kommen die Reisekosten
Wer soviel reisen muss, aber nur so wenig verdient,
dem kann man nicht zumuten die Reisen aus dem eigenen Geldbeutel zu bezahlen.
Also dürfen Bundestagsabgeordnete mit allen Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn
kostenfrei fahren. Übrigens auch privat. Auch die Urlaubsreise im ICE zahlen
wir Steuerzahler. Dass zusätzlich die „umweltfreundliche“ hubraumstarke,
gepanzerte Dienstwagenflotte jederzeit zur Verfügung steht, versteht sich von
selbst. Oh – fast vergessen: Abgeordneten werden die Kosten für Inlandsflüge
erstattet.
Kommen
wir zum Sachleistungskonto
Jedem Abgeordneten schenken wir Steuerzahler jährlich
12.000 Euro für Büro- und Geschäftsausstattung. Aber bekommen die nicht sowieso
schon ein voll ausgestattetes Büro? (siehe Büroausstattung) Jaja. Aber mit
diesem Geld werden Kaffeevollautomaten, Digitalkameras, iPads, Notebooks oder
Navigationsgeräte bezahlt. Alle Gerätschaften dürfen übrigens privat genutzt
werden. Auch wenn sich der Herr Abgeordnete ein Navigationsgerät in seinen
Privat-PKW einbauen lässt, bezahlen wir das Gerät samt Einbau.
Nach
dem Sachleistungskonto kommen wir zu den Mitarbeitern
Klar, dass jedes Mitglied des Bundestages auch
Mitarbeiter braucht. Wofür? Na … für … äh. Egal, eben Referenten, Berater,
Sekretärinnen, solche Menschen eben, die die Arbeit für ihn erledigen. Dafür
werden dem MdB (Mitglied des Bundestages) von uns Steuerzahlern monatlich
15.800 Euro geschenkt. Das gilt aber nur für Mitarbeiter, die mit dem MdB weder
verwandt noch verschwägert sind.
Kommen
wir zum Ende
Gemeint ist das Karriere-Ende. Nun hat sich unser MdB
jahrelang bemüht unter Fraktionszwang die Politik zu machen, die ihm seine
Partei vorgibt. Er hat alles versucht uns Wählern das Gegenteil zu beweisen.
Kurz: Er hat sich bemüht und gekämpft, unermüdlich der Ungerechtigkeit in der
Republik in den Weg gestellt … und jetzt da ihn niemand mehr wählt, muss er
zurück in die echte Arbeitswelt. Zum Glück zahlen wir unseren Freunden in
Berlin dann ein Übergangsgeld. Für jedes Jahr Mitgliedschaft (nicht für die
Arbeit, die reine Mitgliedschaft reicht) bekommt er einen Monat Übergansgeld in
voller Höhe seiner Diät. Langzeitabgeordnete – und die gibt es überwiegend in
den ländlichen Regionen (man denke an die MdB’s der CSU aus dem bayerischen Nirwana)
– können so mal schnell knapp 150.000 Euro extra kassieren. Aber kaum jemandem,
der sich so lange im Bundestag aufgeopfert hat, kann man noch eine echte Arbeit
zumuten. Also gibt es für sie – auch von uns bezahlt die:
Versorgung
Und über die kann man sich besonders ärgern. Die
Abgeordneten zahlen keine Beiträge für ihre Altersversorgung. Sogar der Bund
der Steuerzahler sagt, dass sowohl die Höchstversorgung als auch die jährlichen
Steigerungsraten völlig übertrieben sind. Im Gegensatz zu seinem Arbeitgeber,
der ein Leben lang arbeiten und Rentenbeiträge bezahlen muss, reicht dem
Abgeordneten – unserem Arbeitnehmer also – schon ein halbes Arbeitsleben um auf
eine Rente, Entschuldigung einen monatlichen Pensionsanspruch von 5.570 Euro zu
kommen. Ach ja: Und im Gegensatz zu uns, können Abgeordnete schon bis zu zehn
Jahre vor dem erreichen der Altersgrenze ohne Abschlag in Pension gehen.
Macht das nicht Lust auf eine politische Karriere?
Bitte? Sie trauen sich das nicht zu? Bekanntlich liegt in jedem Witz ein Stück
Wahrheit. Deshalb abschließend folgender:
Bauer:
„Du Alois, kannst du meinen Bub’n nicht bei euch in der Partei unterbringen?“
Alois: „Tja, was kann er denn?“
Bauer:
„Pfff … eigentlich nichts.“
Alois:
„Na super. Dann brauchen wir ihn nicht erst anzulernen.“
Montag, 7. Juli 2014
Wie uns unser eigener Staat schröpft Heute: Strom
Blickt man auf die aktuelle Strompreisanalyse des
Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft, so wird schnell klar: Auch
in diesem Jahr ist der Strompreis auf ein Rekordhoch gestiegen. Da freut sich
Vater Staat, schließlich bekommt er rund 52 Prozent davon. Umso verständlicher
ist es, dass es natürlich kein Interesse daran gibt, den Strompreis zu senken.
Das wäre auch schön blöd, schließlich beträgt der deutsche Stromsteuersatz mehr
als das 20-fache als der EU-Mindeststeuersatz.
Sieben Milliarden Euro bekommt der Staat an
Stromsteuer allein aus den privaten Haushalten. Über die Industrie und deren
starke Lobby, die es immer wieder schafft, Sonderregelungen bei den Politikern
zu erkaufen, wollen wir gar nicht reden. Das verärgert nur noch mehr.
Die Stromsteuer wurde am 1. April 1999 eingeführt.
Sie war alles andere als ein Aprilscherz und darüber lachen konnte Otto
Normalbürger nicht. Auch wenn die Politik ihre Schröpfungsmethoden immer
bestens zu verkaufen weiß. Die Energie, so die Begründung, sollte durch die
höhere Besteuerung verteuert werden. Als Wiedergutmachung wurde über eine
Entlastung der Beitragszahler in der Sozialversicherung versucht, die
Lohnnebenkosten zu senken.
Zusammen mit der Erhöhung der Mineralölsteuer war die
Stromsteuer der Einstieg in die ökologische Steuerreform. Energie sollte
teuerer werden, Arbeit dafür billiger. Anders ausgedrückt: Damit die Arbeit im
Lande billiger werden konnte, wurden die Arbeitnehmerüberlassungen geschützt
und damit Tarifverträge umgangen. Die Sklaven von heute, deren Gehalt zum Teil
aus Hartz-IV-Mittel aufgestockt wird, damit es zum Überleben reicht, mussten
von nun an auch noch mehr fürs Tanken und für den Strom bezahlen. Danke schön,
Vater Staat.
Ganz clever von unserem Staatsfeind Nr. 1 – dem Staat
an sich nämlich – war, dass man im Stromsteuergesetz auch noch gleich die
Selbstversorgung besteuert hat. Wenn ein Eigenerzeuger Strom zum
Selbstverbrauch aus seiner eigenen Stromerzeugungsanlage entnimmt, hält Vater
Staat sein Steuerhändchen auf. Hoffentlich kommt keiner auf die Idee, dass
Bürger, die einen Garten haben, bei der Entnahme ihrer eigens angebauten
Kartoffeln, sieben Prozent Mehrwertsteuer an den Staat zahlen müssen … J
Apropos Lebensmittel … Diese Frage können wir uns doch
einmal stellen: Strom ist in unserer Gesellschaft ein lebensnotwendiges Gut.
Also wie die Lebensmittel. Warum gilt dann für den Strom der Umsatzsteuersatz
von 19 und nicht von sieben Prozent?
Dienstag, 1. April 2014
Erneuerbarer Strom kostet 20 Milliarden mehr, als er einbringt
Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist der
Anteil des umweltfreundlich erzeugten Stroms heute schon auf 25 Prozent
angewachsen. Der Zuwachs ist auch letztlich für den gesunkenen Preis dieser
„grünen“ Energie an der Strombörse verantwortlich. Na prima wird mancher nun
denken, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis die Energiepreise in
Deutschland gesenkt werden. Wer so denkt, denkt zwar vom Prinzip her richtig,
kennt aber nur die halbe Wahrheit. Die Finanzierung von Biomasse-, Wind- und
Solaranlagen wird in diesem Jahr rund 20 Milliarden Euro mehr kosten, als der
Verkauf des dort hergestellten Stroms einbringt. Diese 20 Milliarden Euro
werden über die EEG-Umlage, also den Stromabnehmern, in Rechnung gestellt. Otto
Normalbürger muss also WEGEN des sinkenden Preises für erneuerbaren Strom MEHR
bezahlen. Das erinnert an den wirtschaftlichen Unsinn der DDR, als für den
Ankauf von privat produziertem Obst und Gemüse teilweise mehr bezahlt wurde,
als beim Verkauf erzielt wurde. Wie gern und laut hat man über diese
Milchmädchen-Rechnung gelacht. Doch mit dem Strom geschieht genau das gleiche.
Und wer lacht heute?
In Deutschland sind wir angehalten Energie zu sparen.
Damit es uns leichter fällt, ist der Strom entsprechend teuer. Nicht nur für
uns, sondern auch für unsere Betriebe. Die EEG-Umlage trifft gerade die
Unternehmen hart, in deren Produktionskosten die Strompreise einen hohen Anteil
ausmachen. Mit der Wettbewerbsfähigkeit anderer europäischer und
außereuropäischer Betriebe sieht es da schlecht aus.
In Amerika ist dies – wie so vieles – ganz anders.
Dort wird Energie bewusst günstig verkauft. Ganz egal ob es Treibstoffe wie
Benzin oder der Strom ist. Die Amerikaner wollen ihre Wirtschaft stärken,
Arbeitsplätze erhalten und neue schaffen. Bei uns sieht man das etwas anders,
wir wollen lieber die Welt retten und Vorbild für ökologisch sinnvolles Wirtschaften
sein. Also: Strom teurer machen, fördert die Sparsamkeit. Dass ganz nebenbei
die Abschreibungen in den energieintensiven Brachen oft schon höher sind als
die Investitionen derselben, ist auch kein gutes Zeichen.
Das Tüpfelchen, nein, besser der Riesenpunkt auf dem
i ist nun aber ein Reformvorschlag für das EEG. Da hat sich doch tatsächlich
jemand ausgedacht, dass auch diejenigen EEG-Umlagen bezahlen sollen, die den
selbst erzeugten Strom für den eigenen Verbrauch nutzten. Ob sich dieser
geistige Schildbürgerstreich tatsächlich durchsetzen wird, sei dahingestellt.
Fest steht, das hätte erneut negative Auswirkungen auf die Kosten der
Energiewende. Erst wenn es jedem frei gestellt wird, seine eigene Energie
umweltfreundlich und regenerativ zu erzeugen, wird der Markt für Solaranlagen
oder klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auch ohne jede staatliche
Vergütung hocheffizient und klimafreundlich werden.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Sag' nicht, was man nicht hören will. Sonst erklärt man dich für verrückt
Die Affäre Mollath – ein
Whistleblower in der Psychiatrie
Nach
Auffassung der Bundesverfassungsrichter saß Gustl Mollath verfassungswidrig in
der Psychiatrie. Das höchste deutsche Gericht entsprach der Beschwerde des
56-Jährigen. Das Landgericht Bayreuth und das Oberlandesgericht Bamberg hätten
ihre Entscheidungen nicht gut genug begründet. Der Fall Mollath ist aber auch
ein Paradebeispiel für das Versagen der Politik.
Wer sich in Deutschland kritisch über die Justiz
äußert, muss mit Konsequenzen rechnen. So musste es auch die Münchner
Psychiaterin Hanna Ziegert erfahren, die nach einem Fernsehauftritt in der
Sendung „Beckmann“ nun von der Staatsanwaltschaft München I wegen Besorgnis der
Befangenheit abgelehnt wurde. In der Beckmann-Sendung vom 15. August 2013 ging es um
den Fall Gustl Mollath. Die Fachärztin, die seit über 30 Jahren bundesweit
forensisch-psychiatrische Gutachten erstellt hat, sagte darin unter anderem,
dass die Auswahl eines Gutachters durch Staatsanwaltschaft und Gericht sich
manchmal danach richte, welches Ergebnis hinsichtlich der Schuldfähigkeit der
Auftraggeber wünscht. Peng! Das saß. Für soviel Mut gab es auch postwendend die
Belohnung: eine Ablehnungsverfügung. Und die klebt nun der versierten
Fachärztin in der Vita.
Das Bundesverfassungsgericht hat – und damit zurück
zum Thema – festgestellt, dass Gustl Mollath verfassungswidrig in der
Psychiatrie saß. Das ist eine deutliche Rüge für die bayerischen Richter.
Offensichtlich haben sich die Gerichte damals keine große Mühe gegeben, als sie
sich mit dem Schicksal Mollaths auseinandersetzen mussten. Vielleicht, aber das
ist jetzt reine Verschwörungstheorie, gab es aber auch ganz andere Gründe,
Mollath als geisteskrank zu erklären und so seinen Äußerungen die
Glaubwürdigkeit zu rauben.
Der Ausgangspunkt des Falls Mollath war ein
Strafurteil im August 2006. Vom Vorwurf der Körperverletzung,
Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung im Rahmen einer Auseinandersetzung mit
seiner damaligen Frau wurde er als schuldunfähig freigesprochen. Lediglich die
Unterbringung in einem Psychiatrischen Krankenhaus wurde gerichtlich
angeordnet. Mollath landete vor allem deshalb dort, weil er sich – so das
Gericht – sehr merkwürdig verhielt. Er glaubte nämlich ernsthaft, dass seine
Frau an einem riesigen Schwarzgeschäft von Geldverschiebungen in die Schweiz
beteiligt war. Seine damalige Frau arbeitet bei der Hypo-Vereinsbank und ist
tatsächlich öfter persönlich in die Schweiz gefahren um Kundengelder zu
transportieren. Die Richter kam damals zu dem Ergebnis, dass der Angeklagte
eine gravierende psychische Erkrankung habe, vermutlich eine Psychose. Die
Prognose für Mollaths Gesundung sei überdies sehr ungünstig, da vom Patienten
keinerlei Krankheitseinsicht vorläge. Vielleicht deshalb, weil er gar nicht
krank war?
Die Anzeigen, die Gustl Mollath gegen seine Ehefrau
wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche erstattete, wurden seitens der
Staatsanwaltschaft bis heute nie wirklich beachtet. Interessant wird die
Geschichte aber im Jahr 2012, als ein Gutachten, das am 17. März 2003
von der Revisionsabteilung der betroffenen Hypo-Vereinsbank vorgelegt wurde,
ans Licht der Öffentlichkeit kam. Darin heißt es sinngemäß, dass sich alle
nachprüfbaren Behauptungen des Herrn Mollath als zutreffend herausgestellt
hatten. Die Behauptungen, die Gustl Mollath schon damals vortrug, damit aber
als „geisteskrank“ abgestempelt wurde. Bei Mollath habe sich ein in mehreren
Bereichen paranoides Gedankensystem entwickelt.
Dass das besagte Gutachten Justitzministerin Beate
Merk (CSU) schon seit mehreren Monaten vorlag und nicht beachtet wurde, ist
schon ein Skandal. Gustl Mollath hätte also, bei sofortigem politischem
Handeln, viel früher freigelassen werden müssen. Irgendwie erinnert diese –
meiner Ansicht nach – bewusst manipulierte Geschichte an die Machenschaften
kommunistischer und sozialistischer Diktaturen. Wer etwas weiß, das er nicht
wissen darf, wird mundtot gemacht, indem man ihn für geisteskrank erklärt und
wegsperrt. Anwalt Michael Kleine-Cosack spricht deshalb im Bezug auf die
Auffassung des Bundesverfassungsgerichts von einer „Ohrfeige“ für Justizministerin
Merk. Irgendwie ein schöner Gedanke. Aber Vorsicht: Wer eine Ministerin
ohrfeigt, könnte – zumindest von einigen bayerischen Gericht – zur
Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus verdonnert werden. Ganz
gleich, ob sie die „Watsch’n“ verdient hätte, oder nicht.
Danke, dass Sie bereits mitzahlen - ob Sie wollen, oder nicht!
Der letzte Akt hat begonnen: Deutschland vor dem
Finanzkollaps
Oktober
2013. Der Vorhang für den letzten Akt des Finanzkollaps’ ist gefallen. Mit
letzter Kraft versucht die wieder amtierende Merkelsche Regierung das eitle
Europrojekt zu erhalten, die Banken und ruinöse Mitgliedsstaaten zu retten. Und
das alles mit Ihrem und meinem Geld. Richtig gelesen: Sie zahlen bereits. Stück
für Stück läuft in der Republik ein Enteignungsprozess. Wer genau hinschaut,
erkennt die Zeichen klar und deutlich.
Immer wieder stellen sich viele Deutsche die Frage,
wer eigentlich Schuld am Euro und an dessen wirtschaftlichem Dilemma hat. Viele
schöne und abenteuerliche Verschwörungstheorien kursieren im Internet. Zum
Beispiel die von der gewollten Simulation einer wirtschaftlichen Konvergenz, in
der man es schwachen Staaten ermögliche sich hoffnungslos zu verschulden um sie
sich dann „ohne einen Schuss“ einverleiben zu können. Sehr schön ist auch die
Theorie, dass die USA Interesse an den angeblich gewaltigen Vorräten an Öl und
Gas in Griechenland haben. Mit aller Macht habe daher Papandreou den Bruch
Griechenlands mit Europa herbeiführen müssen, damit man dann die Rohstoffe
teuer nach Amerika verkaufen könne.
Wer wie viel Schuld an der Misere hat, ist letztlich
egal. Fest steht: Deutschland steht unmittelbar vor dem Finanzkollaps und die
Vorzeichen zeigen dieses deutlich. Warum wohl, glauben Sie, werden Sie intensiv
überwacht? Warum sollen Sie Ihr Geld auf das Konto bringen und keine Sachwerte
kaufen? Warum manipulieren die Banken und die Regierung wohl die Märkte? Warum
wohl will die Europäische Union die deutsche Einlagensicherung plündern? Warum
wird das Bargeld in der EU schrittweise abgeschafft?
10.860.000.000.000,-
Euro für die Räuberbanden der EU-Finanzelite
Mal ehrlich…haben Sie die Zahl in der Überschrift
auch von rechts nach links nach Einheiten sortiert? Und wenn Sie alles richtig
gemacht haben, dann kommen Sie auf 10,86 Billionen Euro. Das ist die Summe, die
auf Privat- und Firmenkonten in der Eurozone liegt.* Und das ist die einzige
Quelle für die Plünderbanden der Finanzmachteliten Europas mit der sie marode
Banken retten können. Dass der gesamte Bankensektor ins Wanken geraten ist,
weiß der geneigte Leser. Mit zwei massiven Problemen haben die Banken dieser Welt
zu kämpfen. Das Eigenkapital ist zu niedrig und sie halten ominöse Geschäfte in
ihren Bilanzen, die bei Fälligkeit die sofortige Pleite des Instituts nach sich
ziehen – Beispiel: Credit Default Swaps. Allein diese „Tauschgeschäfte“ machen
weltweit 638 Billionen US-Dollar aus. Europäische Banken haben den Vorteil,
dass sie gerettet werden – koste es, was es wolle. Die Rettung ist garantiert. Natürlich
auch mit Ihrem Geld.
*(Quelle: Eurostat, Bloomberg, Goldman Sachs)
Der
letzte zahlt die Zeche und macht das Licht aus
Deutschland ist in der EU das letzte Land mit
Finanzreserven. Allerdings werden wir auch diese nicht mehr lange haben, denn
Brüssel plant ganz offiziell die Einlagensicherung Deutschlands zu plündern.
Einlagensicherung ist ein Wort, das an und für sich erstmal gar nicht so
gefährlich klingt. Genaugenommen aber sichert sie die Einlagen, die die
Menschen erwirtschaftet und gespart haben. Das Geld eben, das Sie zur Bank
gebracht haben. Geld, das Sie für Ihre Kinder und Enkel angelegt haben, sich für
ein Eigenheim oder einen neuen Wagen zurückgelegt haben. Oder mit dem Sie sich
in der Rentenzeit Ihre Existenz sichern wollten. Über die Einlagensicherung aus
Deutschland freuen sich unsere EU-Partner besonders. Dank der europäischen
Bankenunion, der Wolfgang Schäuble am 13. Mai 2013 zugestimmt hat, zahlen wir nun
auch für andere europäische Banken. Danke, Herr Schäuble.
Die
Enteignung offenbart sich im Bargeldverbot und in der Schnüffelaffäre
Das ist aber gemein und unerhört – so der Tenor aus
Berlin, als es um die NSA-Affäre ging. Stück für Stück kamen immer mehr
Geheimdienste ans Licht, die deutsche Wirtschafts- und Privatdaten unter dem
Deckmantel der Terrorbekämpfung einsehen und speichern. Berlin ist empört.
Zumindest nach Außen. Denn die deutschen Behörden profitieren von diesen Daten
der Amis. Schließlich haben sie so auch Zugang zu Ihren Kontodaten. Und mit
Kontodaten sind nicht nur Kontonummer und Kontostand gemeint, sondern eben auch
Passwörter und Zahlenkombinationen für Onlinekonten. Der Staat könnte also
Abbuchungen von Ihrem Konto veranlassen und vor allem: im Notfall einen
Banken-Run sofort im Keim ersticken! Glauben Sie nicht? Am 21. März 2013 hat der
Bundestag einer Gesetzesänderung zugestimmt, die z. B. alle Internet-Anbieter
verpflichtet, auf Anfrage Passwörter und PIN-Codes für E-Mail-Konten und
Online-Banking Preis zu geben. Große Anbieter müssen den Behörden sogar eine
Schnittstelle zur Verfügung stellen, die es ermöglicht ALLE Bürger
flächendeckend und vollautomatisch zu überwachen. Die Stasi der DDR hat von
solchen Möglichkeiten nur geträumt!
Wie passt es hier doch ins Bild, dass die Machteliten
Europas immer lauter ein Bargeldverbot fordern. Natürlich angeblich auch nur zu
Ihrem Schutz und zum Schutz vor Terrorismus und Kriminalität. Bargeld, das
nicht auf der Bank liegt, bringt Sicherheit für den Sparer. Da immer mehr
Menschen Bargeld bunkern, macht es der Staat dem Bürger immer schwerer dieses
auch wieder in Umlauf zu bringen. Große Summen bar zu bezahlen, wird immer
schwieriger. Warum wohl? Politiker mögen es nicht, wenn Sie Ihr Geld zuhause
haben, denn dann können sie es nicht für ihre Rettungsorgien verwenden. Und
Banker möchten Ihr Geld auf dem Konto, damit sie es für riskante
Finanzgeschäfte verwenden können.
Kein
Bankenstresstest 2013 in der EU
Wir stehen schon kurz vor dem Kollaps in der EU. In
Brüssel und Berlin ist das auch weitreichend bekannt. Der für dieses Jahr
geplante Stresstest für europäische Banken wurde auf 2014 verschoben. Gut, der
Zustand der Banken ist – so glaube ich – wesentlich schlechter, als es immer
kommuniziert wird. Das wissen die Damen und Herren in den Schaltzentralen der
EU auch. Und deshalb versucht man diesen Zustand erst gar nicht mehr zu
kaschieren, wie man das früher immer getan hat. Erinnern Sie sich? Zypriotische
Banken im Stresstest? Das war im Juli 2011. Das Urteil der Europäischen
Banken-Aufsichtbehörde und der Europäischen Zentralbank damals: „Alle Banken
des Landes (Anmerk. d. Verf.Zypern) in guter Verfassung“. Acht Monate später
brach der Bankensektor Zyperns zusammen, Sparer wurden enteignet.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis uns Deutsche das
gleiche Schicksal blüht. Der Zusammenbruch ist unausweichlich, solange in
Berlin die Heerschar der „alten Politikintreganten“ herrscht. Also: Wer kann,
sollte sein Bargeld von der Bank abheben und am besten noch in eine
Fremdwährung tauschen. Denn das Blaue, das Regierung und Banken uns vom Himmel
versprechen, ist in Wirklichkeit rabenschwarz.
Donnerstag, 15. August 2013
DDR 2.0 – Überwachung der Steuerzahler durch
Schnüffelsoftware?
Dass moderne elektronische Methoden zur Überwachung
von Ländern, Gruppen, Menschen und einzelnen Personen eingesetzt werden, ist
nicht neu. Dass nun aber auch die Steuersoftware ELSTER im Verdacht steht, mehr
als nur die Steuerdaten der Nutzer zu übermitteln, ist schockierend. Wird hier
möglicher Weise das Bankengeheimnis verletzt? Das gibt es schon seit April 2005
nicht mehr. Damals erhielten die Sozial- und Finanzbehörden den vollen Zugriff
auf die Datensammlung des Bundeszentralamts für Steuern. Und dort steht genau,
wer welches Konto mit welchem Stand bei welchem Institut besitzt.
Das Kuckucksei
im ELSTER-Nest?
Die Steuersoftware ELSTER, die sich jedermann gratis
im Internet herunterladen kann, soll – so britische und französische
Geheimdienste – die Computer der Bürger und Firmen ausspionieren. Franzosen und
Briten, die in Deutschland arbeiten und hier Steuern bezahlen müssen, würden
von ihren Heimatstaaten eindringlich gewarnt werden, diese Software zu nutzen. Immer
wieder tauchten auch in Deutschland Warnungen von verschiedenen Computer-Clubs
und Fachzeitschriften aber auch von der Stiftung Warentest auf. Der direkte
Download aus dem Internet sei gefährlich, da man die tatsächliche Quelle nicht
kenne und bei den regelmäßigen Updates, die ELSTER vornimmt, gebe es enorme
Sicherheitslücken. Britische Geheimdienste äußerten sich, dass diese Schreckschüsse
ganz bewusst öffentlich gemacht wurden. Und das ist durchaus schlüssig. Denn
nach einer gesteuerten Kampagne würden die Nutzer nun glauben, dass die
Software <sicher> gemacht wurde. Und zwar so sicher, dass es für mich
sicher ist, dass die Daten auf den Rechnern nicht mehr sicher sind.
Wer
überwacht die Überwachung?
Wie lange
lässt sich der Bürger diese Freiheitsberaubung noch gefallen?
Es ist unerträglich, wie gläsern die Bürger in
Deutschland schon geworden sind. Diese Transparenz, die die Regierung ihren
Bürgern klammheimlich injiziert, kann mit unserer freiheitlich demokratischen
Verfassung nicht kompatibel sein. Ich hoffe, dass die Bürgerinnen und Bürger
vor der nächsten Bundestagswahl im September genau überlegen, ob die
etablierten Parteien vertrauenswürdig sind, bzw. es jemals waren. Es wird
höchste Zeit für eine neue Generation von Politikern. Volksvertreter, die ihrem
Namen Ehre und ihre tatsächliche Aufgabe machen: Die Interessen des Volkes
vertreten. Nicht die von Merkel & Co. und deren lobbyistischer
Interessenmafia.
Freitag, 11. Januar 2013
Wenn man über den seit 1. Januar 2013 gültigen
Rundfunkbeitrag diskutieren möchte, sollte man das wissen.
Wer und was sind ARD und ZDF?
Eine ausgewogene, unabhängige und freie
Berichterstattung ist ein wesentliches Merkmal einer Demokratie. Die Medien
sind daher ein elementarer Bestandteil unserer Gesellschaft geworden. Die
Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland sind in
einer Arbeitsgemeinschaft zusammengefasst, der ARD (Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands).
Diese Gemeinschaft umfasst neun Landesrundfunkanstalten und hat insgesamt rund
23.000 Mitarbeiter. Allein die ARD veranstaltet elf Fernsehprogramme, 55
Hörfunkprogramme, verfügt über 16 Orchester und acht Chöre. Rund 100 Fernseh-
und Hörfunkkorrespondenten der ARD sind ständig an 30 Orten der Welt präsent.
Das ZDF, das Zweite
Deutsche Fernsehen startete am 1. April 1963. Heute verfügt der Sender über
16 Inlandsstudios, eines in jeder Landeshauptstadt. Zusammen mit der ARD und
allen 16 deutschen Ländern trägt das ZDF die öffentlich-rechtliche Körperschaft
Deutschlandradio (DLR) mit seinen drei nationalen Hörfunkprogrammen
Deutschlandradio Kultur, Deutschlandfunk und DRadio Wissen. Das ZDF beteiligt
sich an 3sat, Phoenix, ARTE, und mit der ARD zusammen am Kinderkanal KiKA. Dazu
gehören die Programme aus dem Digitalpaket (ZDFinfo, ZDFneo, ZDFkultur) und die
ehemaligen Programme von ZDFvision (ZDFdokukanal, ZDFtheaterkanal,
ZDFinfokanal).
Die Antwort könnten wir nun auf ein schlichtes „Nein“
beschränken. Allerdings werden sich viele die Frage stellen, was dann aus dem
so schöngeredeten Programm der Öffentlich-Rechtlichen wird. Dem Niveau, der
unabhängigen und kritischen Berichterstattung und dem Bildungsauftrag, den die
Öffentlich-Rechtlichen erfüllen müssen? Auch hier könnten wir schlicht sagen:
„Es würde nicht schlechter werden.“ Die Lobeshymnen, die Lobbyisten und interne
Profiteuer gern über ARD, ZDF und Deutschlandradio samt allen angeschlossenen
Sendeanstalten singen, sind nur Eigenlob. Denn alles, was in den
Rundfunkstaatsverträgen geregelt ist, ließe sich auch ohne einen einzigen Cent
Rundfunkbeitrag bewerkstelligen. Man müsste dazu nur einen lizenzierten
Wettbewerb für die privaten Fernsehsender schaffen. Privatanbieter würden mit
wesentlich geringeren Kosten das gleiche, wenn nicht sogar bessere Angebot an
Nachrichten, Politik, Sport, Kultur, Wirtschaft und Unterhaltung bieten können
– man müsste die entsprechenden Vorschriften nur in den Sendelizenzen
festschreiben. Wenn die öffentlich-rechtlichen Sender nach den Regeln der
freien Wirtschaft agieren müssten, also für Bilanzklarheit sorgen müssten,
würden sie längst nicht mehr existieren. Und wenn es in der Bundesrepublik
Deutschland unbedingt öffentlich-rechtlichen Rundfunk geben muss, dann bitte
ohne Gebühren, transparent und verfassungskonform.
Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk – Unabhängig?
Nicht alles der Öffentlich-Rechtlichen ist der
Öffentlichkeit recht
Würde es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in
Deutschland nicht geben, niemand hätte ernsthaftes Interesse, ihn einzuführen.
Welcher vernünftige Mensch würde wohl mit Medienvertretern einen Staatsvertrag
abschließen? Wer würde wollen, dass Medienkonzerne zu Institutionen mutieren,
denen das Recht eingeräumt wird, von allen Bürgern einen Zwangsbeitrag
kassieren zu dürfen?
Wie, worüber und wann was ganz „unabhängig und
interessenfrei“ berichtet wird, liegt letztlich in den Händen der Intendanten.
Intendanten werden vom Rundfunkrat gewählt und eingesetzt, der sich wiederum aus
Mitgliedern verschiedener Organisationen, zumeist vertreten durch Funktionäre
und politischen Organisationen zusammensetzt. Dass der Intendant gegen den
Rundfunkrat und damit gegen die Interessen seiner Funktionäre oder
Parteifreunden agieren würde, ist also in etwa so unwahrscheinlich wie eine
Schwangerschaft des Papstes. Der Intendant schlägt dann den Chefredakteur vor,
der wiederum seinen Redakteuren die Linie der Berichterstattung vorgibt. Klingt
bis dahin nicht sehr unabhängig, ist es auch nicht.
Wie kann man z. B. die hohe Medienpräsenz der
stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion der LINKEN, Sarah
Wagenknecht, im MDR und anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten erklären?
Blickt man auf die MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille und kennt man ihre
Vergangenheit, in der sie „aus Überzeugung“ in die SED eingetreten ist, wird
die überproportionale Talk-Show-Präsenz Wagenknechts schon deutlicher. Diese
Präsenz ist nicht nur auf den MDR begrenzt, sondern umfasst die meisten
öffentlich-rechtlichen Landesanstalten mit ihren politischen Talk-Shows.
Sarah Wagenknecht ist aber nicht die einzige aus dem
linken Lager, die – vielleicht auch wegen ihrer Optik – eine hohe
öffentlich-rechtliche Medienpräsenz genießt. Jutta Ditfurth, gebürtige Fränkin,
die 1991 aus Protest gegen den politischen Kurs der Grünen die Partei verlies,
initiierte mit der Ökologischen Linken die Gründung einer ökosozialistischen
Partei (ÖkoLinX-Antirassistische Liste), die über den Status einer Kleinpartei
aber nicht hinauskommt. Dennoch hat sie eine enorme Medienpräsenz bei den
Öffentlich-Rechtlichen. Auftritte in Wetten,dass…?
(ZDF) und Leute (SWR), fünfmal Gast
bei der ARD-Sendung Hart aber fair,
Auftritte bei ZDF-„Oberlehrerin“ Maybritt Illner, bei ARD-„Gallionsfigur“ Sandra
Maischberger, Anne Will (ARD), Markus Lanz (ZDF), Frank Plasberg (WDR)… Hat es
etwa einen politischen Grund, warum die Programm-Taste für die ARD ganz LINKS
auf der Fernbedienung zu finden ist?
Wie der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk unsere „Beiträge“ verschleudert
Geheimsache
„Gehälter“
Dass der Rundfunkbeitrag an und für sich nicht nötig
wäre, haben wir an anderer Stelle schon erörtert. Nun stellt sich die Frage,
was mit dem Geld – und wir sprechen hier von einem öffentlich-rechtlichen
Jahresbudget von rund 8 Milliarden Euro – passiert. Einen umfassenden Einblick
zu gewinnen, ist schier unmöglich. Der Raum für Mutmaßungen ist sehr groß, da
die Öffentlich-Rechtlichen beharrlich schweigen, wenn es darum geht, was
„Top-TV-Gesichter“ wie Claus Kleber, Günther Jauch, Maybrit Illner oder Tom
Buhrow verdienen. Die Flanke, die die Sender durch ihre Geheimniskrämerei
bieten, stellt eine einladende Angriffsfläche dar. Das hat sich mittlerweile
auch bei den etablierten Parteien herumgesprochen und plötzlich fordern
Mandatsträger aller Couleur mehr Transparenz.
Das
Lohnabstandsgebot
Nach dem großen öffentlichen Druck, haben auch die
Sender die Intendanten-Gehälter offen gelegt. Von 207.000 Euro für Erik
Bettermann (Auslandssender Deutsche Welle) über 297.000 Euro für Jan Metzger
(Radio Bremen) und 308.000 Euro für Monika Piel (WDR) bis zu Spitzenverdiener
Thomas Gruber. Gruber bekam als Intendant des Bayerischen Rundfunks (bis
Februar 2011) jährlich 310.000 Euro. Diese Zahlen stammen aus 2010 und man
dürfte also kaum falsch liegen, wenn man von einem Jahresgehalt von +/- 300.000
Euro ausgeht. Bei Behörden gilt das Lohnabstandsgebot. Wenn der Amtsleiter etwa
10.000 Euro im Monat verdient und der Pförtner der Behörde 1.500 Euro im Monat,
so ist das eine akzeptable Spanne. Die Öffentlich-Rechtlichen sind, wie es der
Name sagt, eine Öffentlich-Rechtliche Körperschaft, dessen Träger der Staat
ist. Nun könnte man diese Körperschaft durchaus mit einer Behörde vergleichen,
nicht aber, wenn es um das Lohnabstandsgebot geht. Hier verdient der Pförtner
wahrscheinlich auch nur 1.500 Euro im Monat, der Intendant, den der Pförtner
freundlich grüßt, 25.000 Euro. Eine angemessene Spanne?
Keine
umfassende Finanzkontrolle
Die Öffentlich-Rechtlichen haben keine Konkurrenz zu
fürchten. Mit ihren outgesourcten Privatfirmen schaffen sie es immer wieder
sich jeglicher öffentlicher Finanzkontrolle zu entziehen. Das
öffentlich-rechtliche Rundfunksystem kostete im vergangenen Jahr 7,5 Milliarden
Euro. Diese Einnahmen liegen meilenweit vor den Erlösen, die die Privatsender
mit ihren Werbeeinahmen generieren. Neben den astronomischen Gehältern für
Intendanten, Moderatoren und andere hochbezahlte Persönlichkeiten, verschlingen
die Spartensender sehr viel Geld.
Finanzgrab
„Spartensender“
ARD und ZDF haben zusammen 22 Programme, die 24
Stunden senden. Dazukommen neun dritte Programme sowie ARTE, Phoenix, Bayern
Alpha, KiKA und 3sat. Damit endet die Liste aber nicht, denn die Digitalkanäle
(die wir an anderer Stelle schon aufgeführt haben) kommen noch dazu. Die
Öffentlich-Rechtlichen rechtfertigen diese „Programmvielfalt“ mit dem Angebot,
das sie laut Rundfunkstaatsvertrag bieten müssen. Dieses Argument greift in der
Realität aber nicht wirklich. In den meisten dritten Programmen laufen alte TATORT-Sendungen
und alte Spielfilme werden zwischen ihnen hin- und hergereicht. In den kleinen
Bundesländern Saarland und Bremen wird ebenfalls ein Vollprogramm geboten, das
hohe Kosten verschlingt. Und die Digitalkanäle? Auch hier laufen rund 80 %
Wiederholungen. Reportagen über mongolische Pferde oder Leben auf dem Mars, die
bei ARTE laufen, kann der Zuschauer – zeitlich versetzt – auch bei 3sat,
Phoenix oder ZDFinfo sehen.
Landesanstalten
am „Finanz-Tropf“
Millionen versickern bei den Öffentlich-Rechtlichen
jedes Jahr in Subventionen. So bekommt Radio Bremen für das Jahr 2013 ein
Überbrückungsdarlehen von rund vier Millionen Euro. Die ARD überweist Jahr für
Jahr über 26 Millionen Euro an die Fernsehmacher an der Weser. Das Programm,
das dafür von den Bremern geliefert wird, entspricht dem minimalen
Pflichtanteil. An der Programmzeit der ARD waren das im Jahr 2011 ganze 0,75
Prozent!
Die
Millionen, die es nicht geben dürfte
In Deutschland gibt es, so das statistische
Bundesamt, rund 40 Millionen Privathaushalte. Knapp 4 % davon besitzen keinen
Fernseher, das sind 1,6 Millionen. Der Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro im Monat
auf das Jahr gerechnet ergibt 215,76 Euro. Wenn 1,6 Millionen Haushalte 215,76
Euro im Jahr für Fernsehen und Radio bezahlen, obwohl sie keine Empfangsgeräte
besitzen, entspricht das einem Jahresbetrag von
343 Milliarden Euro.
343 Milliarden Euro, die – genauso genommen – zu
Unrecht kassiert werden.
Superbudget:
Sport
Die Gelder, die für Rechte bedeutender
Sportübertragungen bezahlt werden, gehen in den dreistelligen
Millionen-Bereich. Dafür verfrachten die Öffentlich-Rechtlichen massenweise
Mitarbeiter in die Austragungsländer. Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in
London nahmen 392 deutsche Athleten teil. ARD und ZDF schickten, als
Rechteinhaber gut 500 Mitarbeiter auf die Insel. Bei sportlichen
Großereignissen ist es keine Seltenheit, dass mehr öffentlich-rechtlichen
Mitarbeiter als Akteure aus dem eigenen Land vor Ort sind. Die Budgets von ARD und ZDF sind so hoch,
dass bei der Vergabe von TV-Rechten für Sportevents die Privatsender keine
Chance haben. Für das Jahr 2012 forderten ARD und ZDF eine Etaterhöhung von
1,47 Milliarden Euro. Die BILD-Zeitung berichtete, dass ARD und ZDF für die
Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 rund 210 Millionen für TV-Rechte
einplanen, dazu kommen 30 Millionen Euro für die Produktion. Die Summen für die
Olympischen Spiele werden sicherlich nicht viel geringer sein. Der „Spiegel“
sprach von einem ARD-ZDF-Sportetat für Rechte von 1,03 Milliarden für die
Gebührenperiode 2009 bis 2012.
Superbudget:
Stars
Den Goldmedaillenrang dürfte sich die Abteilung
„Sport“ mit der Abteilung „Stars“ teilen. Wer gute Einschaltquoten will,
braucht populäre Gesichter, ganz gleich ob hinter dem Schädelknochen noch etwas
zu finden ist, oder nicht. Der Versuch den RTL und Pro Sieben Lieblingsfarbigen
Stylingspezialisten Bruce Darnell in das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu
bringen, brachte „Drama-Bruce“ eine Million Euro Gage; die Sendung aber floppte
in kürzester Zeit. Das gleiche geschah mit Thomas Gottschalks Vorabend-Talk in
der ARD. Nur dass Thomas’ Gage wohl etwas höher lag. Der
„öffentlich-rechtlich-private-Wendehals“ Harald Schmidt wurde mit einem
Produktionsvolumen von neun Millionen Euro von Sat1 hin zur ARD gelockt.
Topverdiener ist allerdings der Vorzeige-Saubermann Günther Jauch. Seine
Sonntagabend-Prime-Time-Talkshow hat ein Produktionsvolumen von 10,5 Millionen
Euro.
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